EBooks lassen sich zum einen auf dem heimischen Desktop-PC oder Laptop lesen. Das ist natürlich nicht so komfortabel und bequem wie mit einem Buch auf dem Sofa oder im Bett zu liegen. Um diesem Komfort zu haben braucht man einen eBook-Reader. Es haben sich zwei Technologien bezüglich des Displays durchgesetzt: die E-Ink und die LCD-Technologie. Beide Techniken haben ihre Vorzüge, aber auch Nachteile.

E-Ink-Reader sind augenschonend und haben aufgrund ihrer Technik einen sehr geringen Stromverbrauch, wodurch eine wochenlange Akkulaufzeit erreicht wird. Durch Elektroden werden schwarze und weiße Farbpartikel gesteuert, so dass gestochen scharfe Lettern ähnlich wie beim Druck entstehen. Eine Hintergrundbeleuchtung ist dabei nicht notwendig. Der geringe Stromverbrauch erklärt sich dadurch, dass nur beim Umblättern Strom gebraucht wird. Die monochromen Displays bieten allerdings kein Multimedia, da sie weder Animationen noch bunte Infografiken beherrschen. Man kann mit ihnen aber in direktem Sonnenlicht lesen, ohne dass sie auf dem Schoß heiß werden.

LCD-Reader hingegen saugen innerhalb weniger Stunden den Akku leer und sind wegen ihrer meist spiegelnden Displays zum Lesen im Freien nicht geeignet. Dafür sind sie echte Multimedia-Geräte. Man kann mit ihnen im Internet surfen und hochauflösende Videos anschauen. Das ist praktisch, denn man kann über Apps direkt auf verschiedene Shops zugreifen und sich ein eBook herunterladen.

Wer wie oben schon angesprochen abends auf dem Sofa oder im Bett lesen möchte ist mit einem E-Ink-Reader besser bedient. Er ist leichter und handlicher, was beim längeren Lesen sich schnell bemerkbar macht. Aber nicht nur das geringere Gewicht, sondern auch die fehlende Hintergrundbeleuchtung ist ein wesentlicher Vorteil. So ermüdet das Auge nicht so schnell und es lässt sich länger viel entspannter lesen. Allerdings braucht man eine Leselampe wie bei einem gedruckten Buch wenn die Raumbeleuchtung nicht auf “Flutlicht” gestellt ist.

Unter einigen E-Ink-Readern fällt besonders das Kindle von Amazon auf. Es lässt alle anderen hinter sich. Besonders die Displayqualität sticht hervor.
Bei den LCD-Readern ist das IPAD 2 von Apple besonders zu erwähnen. Auch hier fällt das Display auf. Es ist sehr hell und blickwinkelstabil.

Die Vor- und Nachteile nochmal auf einen Blick:

E-Ink-Reader
Pro:

  • geringes Gewicht
  • bei starker Sonneneinstrahlung gut lesbar
  • keine Hintergrundbeleutung, dadurch augenschonend und kontrastreich
  • sehr lange Akkulaufzeit

Contra:

  • monochromes Display
  • lange Reaktionszeit beim Umblättern
  • kein Multimedia und nur eingeschränkt internetfähig
  • nur wenige Zeitungen und Zeitschriften erhältlich

 

LCD-Reader
Pro:

  • größere Displays mit brillianten Farben
  • meist voll multimediafähig
  • einfache Bedienung wegen Touchfunktion
  • Funktionen per Apps nachrüstbar

Contra:

  • spiegelnde Displays
  • hohes Gewicht bei großen Displays, nicht sehr portabel
  • kurze Akkulaufzeiten
  • ermüdend bei langem Lesen

 

Fazit:
Wer einen eBook-Reader zum bequemen und langen Lesen will, der sollte sich für einen E-Ink-Reader entscheiden, muss aber auf Multimedia verzichten. Will man hingegen vor allem Videoformate abspielen, so muss man sich damit abfinden, dass dies nur drinnen wirklich Spaß macht und langes Lesen die Augen stresst.

 

26. Januar 2012, 19:38 Uhr